IG Spur 1 Module Rhein-Neckar,

Mannheim (IGMA)

Das LaserCut Verfahren erfährt derzeit im Modellbahnbereich eine rasante Verbreitung; ganz besonders mit Karton, wie ein Blick in die aktuellen Modellbahnzeitschriften und Herstellerinserate zeigt. In H0 und den kleineren Spurweiten hat sich der Einsatz von Karton mittlerweile etabliert, während in den größeren Spurweiten oft noch Skepsis anzutreffen ist. Dabei kommen dort die Vorteile wie Stabilität, lange Haltbarkeit und leichte Verarbeitung genauso zum Tragen. Der hier verwendete Spezialkarton hat eine vollkommen glatte und faserfreie Oberfläche,die sich im lackierten Zustand nicht von Metall oder Kunststoff unterscheiden lässt.

Weiterhin von Vorteil ist, dass sich Karton sehr gut lackieren lässt. Bei Holz muss zuvor gespachtelt und/oder gerundiert werden. Bei Metallen und den meisten Kunststoffen ist zusätzlich noch die Oberfläche anzurauen (z.B. Sandstrahlen) und zu entfetten. Bei Karton entfällt dies alles. Nur bei hochverdünnten, wassergelösten Farben sind zuvor Versuche empfehlenswert.

Um das Arbeiten mit Karton etwas vertrauter zu machen, wurde eine kleine Serie von Testplatten aus 0,5 mm Spezialkarton aufgelegt.



Daraus lassen sich 4 Andreaskreuze und ein kleines Test-Gitterwerk bauen.



Zum Heraustrennen der Teile die Platte umdrehen und die Stege von der Rückseite her mit einem scharfen Bastelmesser heraustrennen.



Die Teile sind mit Nasen und Nuten zum Zusammenstecken vorbereitet. Bei flächigen Verklebungen wird mit Klammern fixiert



Mit Wasser gut verdünnter Kaltleim wird mit Pinseln aufgetragen



Es genügt zunächst, die beiden Löcher oben und unten mit Leimgemisch zu verfüllen.



Nach dem Aushärten werden die beiden Schlitze gefüllt und die beiden Halteringe für den Mast eingesteckt.



Zum Schluss kann ein 3mm Rundmaterial als Mast eingesteckt werden



Beim Gitterwerk die Diagonalstreben einstecken



Das Gitterwerk umdrehen und die Steckverbindungen gut mit Kleber verfüllen. Da es recht schnell beginnt auszuhärten, auf senkrechten Sitz der Teile achten !



Die horizontalen Streben einkleben



Die beiden ersten Teile des senkrechten Eckpfosten zusammenstecken und verkleben



Direkt anschließend das dritte Teil des Pfostens aufkleben



Nochmal rechtwinklig ausrichten und zum Aushärten aufstellen



Die Klebestelle flächig bestreichen



Und kurz andrücken



Das Gerüst weiter zusammensetzen



Aus Platzgründen entspricht dieses Gerüst eher dem H0-Maßstab denn Spur 1. Dadurch sind die Teile schon wesentlich „fitzeliger“ wie beispielsweise beim Wasserturm. Großer Vorteil ist jedoch, dass man mit den kleinen Teilen sehr viel besser üben kann, Und wenn irgendwas schief gehen sollte, ist nichts verloren. Man kann also auch ruhig mal einen Belastungstest bei diesen Teilen aus 0,5 mm Karton machen ...

Solange der Vorrat reicht, kann diese Testplatte für eine Schutzgebühr von 3 Euro abgegeben werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

04.2010.ab