Spur 1 Mannheim

Vorwort

An dieser Stelle noch einmal:
sich mit der Technik, der Konstruktion und der Funktionsfähigkeit von Modellen zu befassen, ist für den Autor ein Schwerpunkt innerhalb des breit gefächerten Modellbahn-Hobbies.
Wenn auch Kritisches genannt wird, geht es mir keinesfalls darum, Freunden solcher Modelle ihre Freude daran zu verleiden, zumal, wenn solche Gesichtspunkte für sie oft auch vollkommen bedeutungslos sind.
Neben der Doku zu persönlichen Zwecken, zeige ich aber auch ganz bewusst auf, was Hersteller ohne jeden Zusatzaufwand besser machen könnten, wenn man zuvor auf solche Punkte geachtet hätte.
Ausserdem versuche ich - und interessierte Mitleser ebenso - zusammenzutragen, welche Lösungen und Alternativen in vielen Punkten auch noch nachträglich möglich sind.

Und es gibt übrigens keinen Zwang zum Weiterlesen ;-)

Übersicht
1. Kugellager (immer noch) zur Stromübertragung ?
2. Im Februar sind die bayerischen Lokalbahnwagen von FineModels eingetroffen
3. Ende April kam der Behelfspersonenwagen MBi von km1
4. Anfang Mai wurde die 56.20 von MBW ausgeliefert
5. Der Einheitspersonen-Wagen von km1 wurde zum Bevölkern geöffnet (u.a.)
6. Zahnrad-Lok 97 103 (Finemodel) zu Gast
7. Kühlwagen von km1
8. Die E 71 von 1.at
9. Sonstiges




1. Kugellager (immer noch) zur Stromübertragung ?

Da die hier gerade aktuellen Fahrzeuge alle Stromabnahme über Kugellager besitzen und gleich zu Jahresbeginn die neu eingetroffenen bayerischen Lokalbahnwagen auf den nicht unbedingt "klinisch reinen" Gleisen der Mannheimer Clubanlage mit einemn unschönen Geflackere auffielen, hier zunächst diese grundsätzlichen Anmerkung zu Kugellagern mit Stromübertragung.

Feste elektrische Verbindungen werden durch Verschraubung, Löten, Schweissen, Klemmen oder Quetschen hergestellt, bewegliche Verbindungen immer unter Verwendung von Federkraft wie bei Relais, Schaltwerken, Kollektor, Schleifringen, Stromschienen oder Fahrleitungen. Die Elastitizität ist unabdingbar für einen sicheren Stromübergang. Will man also über Lager oder gar Kugellager Strom übertragen, werden immer zusätzlich Schleifer öder ähnliches benötigt.
Lagerspiel, Vibrationen und Lastwechsel verhindern einen permanenten elektrischen Kontakt zwischen Welle und Lageraussenschale. Hinzu kommt, dass alle Lager auch isolierende Schmierfilme aufbauen. Korrosion ist ebenfalls ein Faktor (s.u.).

Wenn man dennoch im Modellbaubereich Kugellager zur alleinigen Stromübertragung nutzt, verletzt man anerkannte Regeln der Technik und Physik. Natürlich kommt hinter dem Kugellager auch noch "irgendwie" Strom an, aber ohne jegliche Kontinuität oder gar mit nachhaltig messbaren Ergebnissen. Bei zweiachsigen Fahrzeugen - und das war ja oben der Ausgangspunkt - ist es praktisch Glückssache, wenn punktuell überhaupt noch etwas durchkommt.
Je mehr Achsen ein Fahrzeug hat, desto mehr erhöht sich natürlich die Trefferquote. Irgendein Radsatz wird schon gerade mal durchkommen.

Märklin hat übrigens nach einem Hinweis zum Gläsernen Zug anschliessend alle nachfolgenden Fahrzeuge (ab der E 18) mit Bronzefedern parallel zu den Kugellagern ausgerüstet.

Ein weiteres grundsätzliches Problem: der Lagerkäfig (Edelstahl) kann nicht, oder nur mit gefährlichen Flussmitteln/Hitzeschäden gelötet werden. Also haben die Hersteller sich unterschiedliche Lösungen einfallen lassen, um in die Iso-Buchsen Blechsterifen einzulegen und daran die Kabel anzulöten. Neben gelegntlich zu knappen Kabelführungen wird dann oft aber im eingepressten Zustand gelötet: das Blech schmilzt ein und der Kontakt zum Lager geht verloren. Auch ohne Lötfehler gab es schon viele Fälle, in denen die Bleche wieder rausrutschten, weil die Presspassung oder die generelle Federkraft der Blechstreifen ungenügend war.
k P1080263

In einem Versuch hatte ich mal Kugellager durch Ms-Buchsen ersetzt.
k P1080289
Damit war die Stromabnahme schon wesentlich besser. Ausserdem konnte das Kabel sicher direkt angelötet werden. Aber so richtig gut wurde es erst, als Bronzefedern direkt von den Halbachsen den Strom abgreifen konnten (s.u. bei der 56.20).

Was man auch nicht vergessen sollte: der unterbrechungsfreie Stromübergang vom Rad zum Fahrzeug reduziert die Verschmutzung der Lauffläche erheblich !!!
Jede kleinste Stromunterbrechung begünstigt die Bildung von "Micro-" Funken, welche für das Auge garnicht sichtbar sind.
k P1080306
Diese Einbrennspuren sind an einem fabrikneuen Fahrzeug nach einer Stunde Fahrbetrieb auf einer Anlage mit durchschnittlich verschmutzten Gleisen entstanden. Vor dieser Aufnahme musste die Lauffläche zunächst intensiv mit Lösungsmittel von dem angesammelten Verschmutzungen befreit werden. Der Radsatz erhielt anschliessend Federbleche auf die Halbachsen und durch Zusatzgewichte im Fahrzeug einen erhöhten Anpressdruck aufs Gleis. Ein Vergleichsfoto nach Ablauf der nächsten 10 Betriebsstunden wird demnächst eingestellt.

Ein weiteres konstruktives Manko:
Die Achszapfen haben in der Regel leichtes Untermaß im Kugellager, um Kippbewegungen durch ungleiche Federwege der beiden Achslagerbausteine etwas ausgleichen zu können und damit unnötig hohes Biegemoment an den eh schon geschwächten Zapfen zu reduzieren.
k P1080417
Aber ganz klar: hier ist die Ursache für die extrem starke Korrosion am km1 Radsatz (bay. Lokalbahnwagen, Serie 2019) sicher nur der Fehler beim Hersteller, dass man nach dem Drehen bzw. bei der Montage die blanken Stahlflächen nicht mit Fett bzw. Öl geschützt hat. Ansonsten wäre keine nennenswerte Korrosion entstanden.
Aber, man kann genauso klar erkennen, welche Schäden Kriechströme bei ungenügender Kraftschlüssigkeit an den Werkstoffoberflächen verursachen können !
k P1080418
An einem anderen km1 Radsatz der selben Bayern sieht man die Korrosion in einem früheren Stadium. Aber schon deutlich zu erkennen, dass die radial entstandene Schädigung mit der Drehung des Radsatzes zusammenhängt. Da der Korrosionsstreifen schmäler wir das Kugellager ist, zeigt es, dass die Schädigung an der vorderen Kante des Lagers entsteht. Es liegt wegen des o.b. Spiels der Hauptauflagepunkt des Zapfens während der Dreh- und Federbewegungen recht weit vorne.
Die schnelle Fortentwicklung der Korrosion (vgl. vorangegangenes Bild) wird bei dem Übergang von Stahl auf Edelstahl durch galvanische Prozesse (Kriechströme) besonders beschleunigt.

In einem Messinglager wäre dieser Schaden nicht entstanden. Die anfangs noch nicht so starke Korrosion hätte sich durch die Drehbewegung abgetragen, keinesfalls zugenommen. Stahl in Messing hat Notlaufeigenschaften. Und fehlendes Öl hätte sich umgehend durch Quietschen bemerkbar gemacht. Nach einem Ölen wird der gesamte Abrieb - auch solche Korrosionsrückstände - als schwarze "Schmiere" seitlich aus dem Lager gedrängt.


k P1080419
k P1080435
Die Abhilfe mit Ms-Buchsen wird hier gezeigt.

Warum nehmen die Hersteller keine Lagerbuchsen aus Sinterbroze (oder zumindest Messing) und löten direkt daran hochflexible (und hochwertige) Litze an ???
Man kann trotzdem weiterhin die großen Vorteile von Halbachsen und kleinen, reibungsarmen Achszapfen uneingeschränkt nutzen.
Ab und zu dann mal ein Tröpfchen Öl dürfte doch bei einem technischen Hobby kein ernsthaftes Problem darstellen ... ;-)
(das große Vorbild befasst sich auch ganz intensiv mit der sorgfältigen Wartung aller Lager !)

Weiteres und Messergebnisse auch unten noch auf dieser Seite.

Ein interessanter Effekt ist ausserdem das Überfahren von Trennstellen, wenn es hinter der Trennstelle stromlos ist oder gar ein Kurzschluss (z.B. Herzstück eine falsch gestellten Weiche) besteht. Dann fließen kurzzeitig über den ersten überquerenden Radsatz besonders hohe Ströme!
Ein Beispiel ist unten im Bericht zur BR 56.20 (Pos. 4) erwähnt. Diesem Thema soll weiterverfolgt werden und wird dann wieder aufgegriffen werden.


Hier noch als kleiner Nachtrag ein Foto vom Achslager der HG 4/4 von Märklin/LGB. Die kleine verschraubte Stahlfeder ist eine sehr gute und sichere Lösung. Und das Kugellager nimmt die Last der 6,1 kg schweren Lok optimal auf.
k P1080527a





2. Im Februar sind die bayerischen Lokalbahnwagen von FineModels eingetroffen

Mit den "langen Bayern" verbindet mich besonderes Herzblut, denn diese hatte ich dem Hersteller schon lange vorgeschlagen und dann auch an der Beschaffung von Plänen und Fahrzeugdaten mitgewirkt.
k DSC00430
k DSC00427
Die Wagen wirken gegenüber den km1 Bayern zunächst etwas nackt, was aber etwas täuscht, denn sie sind länger und daher hat die große Seitenfläche optisch größeres Gewicht. Preislich liegen sie jedoch recht weit oben. Das Finish ist sauber, aber farblich - gerade für Ep. 3 - mit dem grell-silbernen Dach und schwarz abgestzten Lüftern doch zu "neu" für die letzten Einsatzjahre in den 60-ern.

Auffällig ist die sehr gute Präzision bei den Guss- und Drehteilen. Selten sind mir so scharfkantige und nicht verzogene Gussteile über den Weg gelaufen. Die Vielzahl der Drehteile (bedingt durch die unglückliche Wahl mit Losrädern; s.u.) passen alle tipp-topp und haben einen sehr guten Rundlauf. Bei aller Präzision sind aber doch einige Detailfehler unterlaufen; mehr unten im Bericht.

In der Schaumstoffverpackung haben die Wagen keinen sonderlichen Halt und liegen mit den Rädern nur auf einem Kartonstreifen. Allerdings sind die Bühnen und Pufferbohlen robuster wie bei anderen Fahrzeugen und haben keine weit hervorstehende Teile. Von Transportschäden hat man bisher nichts gehört.

Direkt nach Auslieferung war in Foren von flackernder Beleuchtung und von "Los-Radsätzen" zu lesen, welche es beim Vorbild nur in ganz speziellen Ausnahmen (Straßenbahnen, Versuchsfahrzeugen usw.) gibt.
Das Flackern tritt in Kurven aber nur ganz selten auf, weil die Räder durch die seitliche Belastung die Kugellager bis zum Anschlag verkanten und damit der Schmierfilm durchbrochen werden kann. An dürfen Radialkugellager nicht durch Verkanten belastet werden, aber bei der Modellbahn spielt das sicher keine Rolle.

Nebeneffekt jedoch: durch das Lagerspiel beim Verkanten verändert sich das Spurmaß um bis zu 0,7 mm. In Verbindung mit den recht schmalen Laufflächen, führte das an zwei Hegob Bogenweichen mit normgerechter Spurerweiterung auf 45,5 mm zu Entgleisungen. Der Radsatz fiel einseitig ins Gleis.
.
k P1080364
Die durchgehende Achse ist aussen jeweils auf 2 mm verjüngt und ist in den Achslagersteinen mit Schrauben gegen Verdrehen gesichert, Die Ms-Buchsen sind isoliert aufgepresst und tragen neben der Schraubverbindung für das Anschlusskabel auch die Radkörper mit den eingepressten Kugellagern.

k P1080377
Wegen der Kugellager ist auch mit Anpressdruck der Prüfspitzen kein niederohmiger Durchgang messbar.

k P1080366
Radsatzausbau: der Abschlussbügel der Achslagerführung ist bereits abgeschraubt. Dann noch 4 Sechskantschrauben (SW 2,5) an den Schaken lösen, die Kabel abschrauben. Fertig.

k P1080367
k P1080368
Die Radsterne lassen sich leicht abziehen, Der sauber gegossene Achslagerstein wird von echten, nicht zu harten Blattfedern und filigranen, aber dennoch sehr stabilen Schaken gehalten.

k P1080372
Die Ms-Buchsen lassen sich auch leicht abziehen. Die Buchsen wurden an der Auflage um 0,15 und stirnseitig um 0,25 abgedreht, um Platz für kleine Bronzefedern zu erhalten, damit der Strom nicht mehr über die Kugellager fließen muss..

k P1080370
Die Federscheiben bestehen aus 0,1-er Bronzeblech und schleifen auf den blankgedrehten Flanken der Radsternes.

k P1080371
Die Federscheibe läuft im Spalt zwischen Radstern und Ms-Buchse und gewährt einen einwandfreien Kontakt....
k P1080392
... was das Messinstrument auch hörbar bestätigt :-)

 

k P1080362
Sauberes Finish an der Pufferbohle. Alles gerade, kantig, gut ausgeformt und winklig montiert. Auch gut gelöst: die Ösen an den Bremsschlauchhalten sind soweit geschlossen, dass der Bremsschlauch nicht ungewollt rausrutschen kann.
Ganz rechts das vorbildferne Heizventil, welches aus einem Bremshahn "umgestrickt" wurde.
Die Position der Bremsschläuche soweit innen dürfte kaum stimmen (Thomas, danke für den Hinweis). Ob da in Ep. 1 die Saugluftbremsschläuche platziert waren. ist auch sehr fraglich.
(Alto Wagner, "Bayerische Reiszugwagen", Seiten 113, 141, 155, 193 und 285).
Thomas hat die Pufferbohle grundlegend umgebaut und wird wahrscheinlich noch Infos zur Verfügung stellen.

k P1080365
Die Schraubenkupplung ist auch recht sauber gefertigt, wobei allerdings der empfindliche, bewegliche Klöppel schon verloren gegangen ist (der versprochene Ersatz von FM ist nie eingetroffen). Beachtlich auch die zierlichen Splinte zur Sicherung des Gewindeausgangs. Links oben das omonöse Heizkupplungsventil samt unplausibler Rohrführung ...

k P1080361
... in diesem Bild auch noch zu verfolgen ist.


k P1080374
Das Rohr wurde durchtrennt und das Ventil mit der Zange "weggedreht"

k P1080373
Das neue Ventil wurde an der Halteplatte so zugeschliffen, dass in die vorhandenen Bohrungen passende Stiftchen stehen geblieben sind. Gelötet wurde mit der Flamme. Die Lötfettrückstände auf der Pufferbohle wurden anschliessend mit Benzin abgewaschen. Die Heiszkupplung selber wird dann fertig lackiert eingeklebt.





k P1080363
Die Trittbretter aus dünnen, aufgelegten Furnierstreifen sind etwas zu "frisch vom Schreiner" und vertragen noch eine Abtönung.

k P1080405
Jetzt mit Bremsschlauch und dunkleren Trittbrettern.


k P1080360
Die Bühnentüren bekommen noch einen Anschlag aus dünnem Plexi, weil sie bei Fahrt nie im geschlossenen Zustand verbleiben.


k P1080378
Zum Gehäuse abnehmen 6 Bodenschrauben entfernen und vorsichtig die Bühnenstangen und die Leiter im Dach aushängen. Sitzt manchmal etwas fest, weil meist auch verklebt.


k P1080379
Die Inneneinrichtung bringt ordentlich Gewicht (Basisplatte 0,8 mm MS-Blech und Sitze aus Metall-Guss, wahrscheinlich Alu) und ist von unten noch mit 2 Schrauben befestigt.
Der ganze Wagen bringt immerhin 1,85 kg auf die Waage.
Dass die Inneneinrichtung keine Gepäcknetze und Griffstangen hat, ist in dieser Preisklasse blamabel.
Der 6-Fenster-Wagen hat auch Querbestuhlung. Dort gibt es zwar Gepäcknetze, aber die verlaufen längs oberhalb der Fensterkante, was unplausibel ist und auch nicht in Quellen gefunden wurde.


k P1080380
Die Wagen haben leider alle kein Toilettenfallroh. Diese WC Fallrohre aus Kunststoff wurden angeschraubt.


k P1080382
Der esu LoPi Fx 4.0 sitzt auf Klebeband im WC Bereich und hat keine weiteren Bauteile fpr eine Pufferung


k P1080383
Die Anschlüsse: li = +,  gn = Aux 4 Bühnen, stark gedimmt und rt = Aux 3 Innenraum


k P1080384
Mit drei Bauteilen für einen Euro (Elko 2.200 uF/25V, Diode 1N4001 und R = 200 Ohm) erhält man eine Pufferzeit von ca. 3 sec. und kann weiterhin auch programmieren. Neu ist der Anschluss von GND (-) auf Pin 20; Lila (+) liegt lediglich mit grau zusammen am Elko, weil einfacher zu löten. Der Decoder kommt wieder an den alten Platz; der Elko direkt darunter ins Eck. Die PowerPack-Zeit (CV 113) noch auf 3 sec. (aber nicht höher !)  setzen.


k P1080385
Das innere des Daches dürfte bei elektrischer Beleuchtung in der Ep. 3 vermutlich nicht mehr weis gestrichen gewesen sein.Insofern fiel die Entscheidung leicht, den ganzen "weissen Himmel" auszumustern und auf 3V LED Bänder mit stepdown Regler umzusteigen (intern: Plattform 20 R). Jetzt werden mit nur 1.000 uF und 2,60 Volt am Ausgang ca. 15 sec. Pufferzeit erreicht.
Ausserdem passt die Lichtfarbe durch die gleichmäßigere Ausleuchtung und Reflexion an der leicht bräunlichen Inneneinrichtung jetzt besser zu den km1 Wagen.


k P1080387
Beim "Großfenster-" Wagen wurden Klappgitter fälschlicherweise als Drehgitter ausgeführt. Um selbstständiges Öffnen zu verhindern, wurden die Türen mit Sekundenkleber im geschlossenen Zustand fixiert; die km1 Gitter sind auch unbeweglich. Und wenn die Bühnentüren eh nicht zu öffnen sind, dann braucht man die Geländer auch nicht öffnen ... ;-)
Die markierten Bühnenbleche müssten eigentlich beidseitig grün sein; aber das machen so gut wie alle Hersteller in allen Spurweiten falsch (wäre in der Produktion ja auch aufwändiger). Gleiches gilt auch für im Bild leider nicht mehr sichtbaren, schmalen Stirnbleche unterhalb der Dachkante.

Leider ist die Pufferhöhe zu gering.
k P1080408
In Verbindung mit den nur 12,9 mm großen Puffertellern (km1 hat 14,1) gibt es mit den km1 Bayern dann an manchen Stellen im 1394-er Bogen ein Überpuffern.
k P1080407
Es stand zur Wahl, entweder wird der Pufferteller aufgefüttert, oder der Wagen höher gelegt, oder beides ....
k P1080410
... wobei es aber erst mal genügte, kleine Klötzchen mit 3 x 3 x 5 unter die Schakenaugen zu legen, um die Puffer auf Höhe zu bringen.


Von Thomas kam noch ein weiterer wichtiger Hinweis: Sofern es in Ep. 3 überhaupt noch Lüfter gegeben hat, waren diese immer in der Bauart "Grove"
k 9 968 Nür 01
(Foto: Sammlung Alto Wagner)

k P1080390
Die alten Lüfter wurden direkt oberhalb der Grundplatte mit der kleinen Proxxon-Winkel-Flex abgeschnitten. Zum Schutz des Daches wurde eine kleine Platte aus Hart-Kunststoff aufgelegt. Dann mittig mit 1,8 mm gebohrt.

Die Grove Lüfter aus Kunststoff stammen aus dem Internet. Die neuen Lüfter und die blanken Dachstellen getrennt mit der airbrush "versilbert" (Revell Nr 90).und dann erst eingeklebt.
k P1080393
Das Silber war mir noch zu hell und zu gleichmäßig. Deshalb erhielt das ganze Dach noch einen Hauch grau.aluminum (RAL ...) und hinterher verdünntes Schwarz zur Abtönung.
Die Wagen passen dann optisch gefälliger in die verschiedenen Epoche 3 Zuggarnituren..


k DSC00433
Neue Dachlüfter, Dach abgetönt, ergänztes Klorohr, Figuren und abgetönte Trittbretter. Die km1 Wagen bekommen am Dach noch etwas Silber ab, damit das Zugbild etwas harmonischer wird.

k DSC00437
Die ergänzte Heizkupplung


k DSC00436
Ein kurzer Clip






3. Ende April kam der Behelfspersonenwagen MBi von km1.
Insgesamt ein sehr schönes Model zu einem noch recht günstigen Vorbestellpreis.
k DSC00351

Bereits kurz nach Erscheinen wurde in Foren behandelt, dass zwar an der Pufferbohle die wegen des Bühnenvorbaus beim Vorbild die herausgesetzte Pufferanordnung korrekt umgesetzt wurde, nicht jedoch beim Kupplungshaken.

k P1080216
Die Puffer sind etwa 5 mm nach vorne versetzt. Da die Kupplung zu weit innen sitzt, wird das Kuppeln erschwert. Mit Kupplungen anderer Fahrzeuge kann man den Haken nicht erreichen, da von der Bühne verdeckt. Will man die MBi-Kupplung woanders einhängen, wird der Kuppelabstand zu eng. Die Kupplungsfeder ist zwar sehr (zu) weich, aber dennoch ist der Kuppelabstand so eng, dass es im Bogen zu Entgleisungen kommt.
(Ein Kupplungshaken zum Austausch befindet sich in Vorbereitung; separater Bericht in Vorbereitung)

k 5  mm
So wird die Position des neuen Kupllungshaken sein, wenn dieser - wie die Puffer - 5 mm nach vorne versetzt ist.

Ebenfalls in Foren wurde schon die mangelhafte Fixierung innerhalb der Schaumstoffverpackung dieses schweren Metallwagens moniert. Wirklich unverständlich, dass man so hochwertige Wagen nicht analog zu Loks sicher auf dem Standbrett verschraubt. Dabei  ist das so einfach ...
k P1080234
k P1080236
Die Schaumstoffeinlage wurde noch etwas ausgeschnitten, damit die Geländer, Shlusslichthalter und Laterne aus der Gefahrenzone herausgehalten werden können.
k P1080238
Jetzt bohrt sich kein Puffer mehr in den Schaumstoff.
Hier (Pos. 9) wurde schon 2017 wegen Schäden am Schotterwgen eine sichere Befestigungsmöglichkeit gezeigt. Erstaunlich, dass die "Schaumstoff-Experten" derart innovations-resistent sind ... :-)))

Da jedoch einige Kollegen an den Siocherungsmaßnahmen interessiert waren, hier die Maße:
k P1080293
Sperrholzbrettchen aus 10 und 5 mm haben 88 x 40 mm und die Haltebrettchen aus 3 mm Sperrholz 88 x 20 bzw. 25 mm mit den entsprechenden Ausschnitten für die Bühnengeländer: im "Notfall" kann man wegen Lasern anfragen..



Der Wagen hat übrigens sehr weiche Achsfedern. Diese "passive" Federung - alle Radsätze liegen auf Anschlag in den Achslagerführungen - hat durchaus Vorteile. Bei Gleisunebenheiten kann der Radsatz nach unten ausfedern und so zuverlässig dem Verlauf der SOK folgen.



Der Funktionsdecoder Tams FDR2 Basic ist gerade soweit gepuffert, dass das "Flattern" der Kugellager und zügige Fahrten über Weichstrassen abgefangen werden. Die warmweisse LED Beleuchtung hat einen angenehmen Farbton, ist aber deutlich zu hell. Weil die Bedienungsanleitung aber nur auf die Tams Homepage verweist, hier die Seite mit den entscheidenden CVs
Tams FDR 2
Mit den CV 49 -> 32, 50 -> 16 und 51 -> 16 wird eine angenehme Helligkeit erreicht.  Über die CV 35 bis 37 wurden alle LED Gruppen einheitlich auf F1 gelegt.


Wegen eines Schreibfehlers hat dieser Wagen (Best.Nr. 204 305) oben und unten abweichende Wagennummern.
k P1080237
Gemäß Händlerinfo will km1 Abziehbilder zur Korrektur nachliefern. Schaunmermal ...

Der Wagen lässt sich sehr leicht öffnen: 8 gut zugängliche Schrauben im Wagenboden und einfach abheben.
k P1080227
Im WC Bereich die ebenfalls gut zugängliche und sicher am Boden befestigte Steckverbindung. Sehr sauber am Boden verlegte Kabel !

k P1080228
Der Boden der Inneneinrichtung ist nicht weiter verschraubt und liegt nur lose drin. Im WC Bereich dann ...
k P1080229
... (v.l.) die Zwischenplatine mit Elkos und Steckverbindern, der Spannungsregler und der Decoder. Löst man den oberen Steckverbinder, ist alles sauber getrennt und kann ganz auseinander genommen werden..

Da überwiegend auf stark belasteten Gleisen gefahren wird, erwies sich die bisherige Pufferung als unzureichend und es wurde auf 3 Volt und stepdown Regler umgerüstet. Mit einem Elko von 1-000 uF wird jetzt (je nach Booster-Spannung) eine Pufferzeit von 17 und mehr Sekunden. erreicht.
(intern: 2,70V, Plattform gn 1k8 -> 370, WC sw 1k -> 200, Innen ws 470 -> 0)


Aber Achtung.
in der Betriebsanleitung heisst es: "Die Gewährleistung erlischt umgehend bei ..., oder Öffnen des Modells ..."
Betrüblich, dass der km1 Wahlspruch "Modelle vom Modellbahner" nicht gilt, wenn man folgerichtig gerne Figuren in den Wagen setzen will.
Ob die Garantie auch erlischt beim "Öffnen des Modells", indem man die Plattformtüren öffnet ? ... ;-)
Die Magnete sind übrigens sehr gut in kleinen Taschen aus Ms-Plättchen versteckt, die sauberes Schliessen und einen sicheren Schutz vor Verlust bieten.

k P1080230
Inneneinrichtung, Wagenkasteninneres, Beleuchtung machen einen soliden Eindruck.


Will man zwei MBi miteinander Puffer-an-Puffer kuppeln, gibt es Entgleisungen, weil der Pufferteller bis hinter Bauteile der Bühne einfedern kann.
k P1080231
Man kann die Pufferteller ausbauen (fummelig wegen der Erreichbarkeit der Kreuzschlitzschraube) und je 2 Unterlegscheiben (2,7 x 5,2 x 0,8) einsetzen, damit der Puffer nicht mehr zu weit einrücken kann. Alleine etwas härtere Pufferfedern dürften das Problem vermutlich nicht lösen.


k P1080248
Jetzt ist der nötige Freiraum zwischen Pufferteller und Bühnengeländer gegeben. Das geringere Pufferspiel entspricht dem Vorbild (dient ja eigentlich nur zum Dämpfen harter Aufschläge) und kann ausserdem im Modellbetrieb durch etwas lockereres Kuppeln kompensiert werden. Der Schraubendreher wurde unter der Flamme um 90° gebogen, um solch "hässlich" platzierte Schrauben erreichen zu können.
Auf Anfrage kann ich solche U-Scheiben lasern. Ähnliche Scheiben (4,9 x 3,0) können auch bei den meisten Märklinwagen genommen werden, um das lästige Klebenbleiben der Puffer (Pos. 4) zu verhindern.

Im Zuge der Umrüstaktion wurde auch der MBi mit Messing-Gleitlagern ausgerüstet.
k P1080451
Eine interessante Konstruktion der Achslager, die ...
k P1080452
... durch die Verschraubung im Wagenboden gerade auch für solche Arbeiten eine leichte Zugänglichkeit bietet.




Zujm Abschluss noch ein paar Einsatzfotos
k DSC00354

Das unwirklich helle Grau des Bühnenbodens wurde mit der airbrush abgetönt.

k DSC00359
k DSC00361
k DSC00424
Mit vorversetzter Kupplung läuft der MBi mit den Donnerbüchsen und der 97.5 einwandfrei auf 1394






4. Anfang Mai wurde die 56.20 von MBW ausgeliefert

k DSC00397

Das ist ein wirklich sehr schönes Modell geworden. Insbesondere die vorbildgerechten, gedrungenen Proportionen sind sehr gut rübergekommen.
Sauberes Finish, seidenmattes Schwarz, aber das Rot schreit nach Abtönung ... :-)

Erstmals konnte man sich aber bei einer Inbetriebnahme nicht gleich der Lok widmen, weil der Tender ungeahnt viel Aufmerksamkeit auf sich zog.

Schlecht gelöst ist die Befestigung des Tenders auf dem Transportbrett. Neben den beiden üblichen zentralen Bodenschrauben muss man dann noch im "kopfstehenden" Tender 2 Blechbügel mit 8 sehr schlecht erreichbaren Schrauben im Tenderboden entfernen.
k P1080303
k P1080272
k P1080275.2
Da auf dem Holzbrett ab Werk keine andere Befestigungsmöglichkeit besteht, müssten nun zu jedem Transport zunächst wieder die beiden Winkel mit den 8 Schrauben eingesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dabei Schräubchen in den Lautsprecherlöchern verschwinden.
Der Radsatz muss zum Festschrauben aber nicht ausgebaut werden ;-)
(das geschah nur zur Überprüfung von Achslagern, s.u.)
Für den Transport folgt noch eine Lösung zur Befestigung mit gelaserten Holzteilen (s.o., ähnlich MBi von km1).

Warum im Tender der Spur Z taugliche esu Funktionsdecoder Fx micro verbaut wurde, erschliesst sich nicht.
Zunächst fällt auf, dass sich - egal welche PC/Programmer Kombination verwendet wird - grundsätzlich CVs nicht einzeln auslesen lassen.
.
Da das Licht im Tender (primär wegen der Stromübertragung über Kugellager) sehr stark flackert, wurde zunächst vermutet, dass der sichtbare 100 uF Elko als Puffer zu schwach dimensioniert ist.
k P1080277
Der Forenkollege Rüdiger hatte aber schon sehr früh darauf hingewiesen, dass eine Pufferung garnicht möglich ist, weil am Decoder das GND (Minus-) Kabel fehlt.
Um das selbst anzulöten, muss der Pin oben in der Mitte (vgl. esu Anleitung) freigelegt und vorverzinnt werden.
k P1080278.2
Das Anlöten sollte man aber nur selber machen, wenn man sicher im Umgang mit smd-Bauteilen ist.
Warum zum Kuckuck hat man nicht einen "normalen" Funktionsdecoder genommen? Im Zweifel also lieber gleichen einen neuen Decoder kaufen.
Das andere Ende des neuen, schwarzen Kabels führt zum Minus-Pin des neuen Puffer-Elkos. Dieses Kabel darf aber keine Verbindung zum Minus der kleinen Basisplatine bekommen, denn sonst klappt das komplette Auslesen/Programmieren nicht mehr!.

k P1080358 
An Plus vom alten Elko (100 uF) wird der neue Puffer-Elko mit 1000 uF 35V mit angelötet. Minus erhält noch - wie üblich - einen Dämpfungswiderstand von hier 200 Ohm und eine Diode 1N4001 zur direkten Entladung. Der vom Decoder kommende separate Minus-Anschluss geht dann auf die Diode/Widerstand. Dann noch Prüfen, ob die PowerPack-Zeit (CV 113) auf mindestens 1 sec. steht.

Die 56 konnte danach dann ihre Hausnorm (guter Begriff, Rüdiger) bekommen, die den F-Tasten-Salat von derzeit F0 bis F31 auf F0 bis F12 begrenzt.

Aber Vorsicht, keinen Fehler bei den "Nicht"-Bedingungen machen. Wenn rot und weiss gleichzeitig aktiv wären, könnten LED sterben. Siehe hier.

Die Tenderkupplung liegt niedrieger wie die Lokkupplung.
k P1080355
Dadurch wird der Tender vorne etwas angehoben und die erste Tenderachse unnötig entlastet (FineScale-Fahrer aufpassen !).
Mit 2-er Unterlegscheiben an den 4 Befestigungsbolzen wurde die Kulissenplatte im Tender 1,5 mm höher montiert.


k P1080302
Um die Laufruhe und Stromabnahme weiter zu verbessern kamen ca. 350 gr. Klebegewichte in den Kohlenkasten. Aber das Licht flackerte immer noch, zwar nicht mehr ganz so stark, aber immer noch störend, so dass die Stromabnahme über die Räder geprüft wurde:
k P1080286
Auf jeder Radseite alle 3 Räder gegeneinander auf Durchgang prüfen. An sich muss null bzw. ein niederohmiger Wert (001 bis 003) angezeigt werden, aber bei Kugellagern sind - unter gutem Druck der Prüfspitzen - nur Werte zwischen 200 und 900 erreichbar und somit ok.
Bei 2 Rädern gab`s aber keinerlei Kontakt. Das Thema wurde an den Händler (+ MBW) gemeldet und eine Lösung sei auf der Agenda.
k P1080310
Da aber Kugellager ohnehin nicht zur Stromübertragung geeignet sind, wollte der Autor darauf nicht warten und hat Federblechstreifen aus.0,25-er Bronze eingebaut.
k P1080291
Nun besteht überall niederohmiger Durchgang und es gibt flackerfreie Beleuchtung im Tender (Im Foto noch eine Zwischenlösung mit Ms-Buchsen als Kugellagerersatz, weshalb die Bronzeschleifer aus dem vorhergehenden Bild nicht nicht existierten)..


Jetzt zur Lok

k DSC00403
k DSC00399
k DSC00394

Vorweg: die Lok läuft sehr gut; ruhig, ausgewogen. Besonders hervorzuheben ist das gut abgestimmte Getriebe: bergab kein Weglaufen und trotzdem lässt sich die Lok auch noch gut von Hand schieben.
Die Lok solo bringt (nur) knapp 3 kg auf die Waage, weshalb die Zugkraft doch sehr begrenzt ist. Auf steigungsreichen Heimanlagen kommt die Lok schnell an ihre Grenzen, insbesondere bei schweren Metallwagen (bergauf nützen auch Kugellager nix !!!). Bei 3,3 % war mit 4 Märklin 3yg (laufen auch schwer !) Schluss.

Angeblich ist ein Faulhaber 2642 W012 CXR mit Schwungmasse verbaut.

k P1080305
Beim beiliegenden Zubehör muss man zum Teil die genaue Verwendung erahnen. Die Bedienungsanleitung hält sich generell sehr bedeckt und setzt bei der CV Tabelle mit 6 (von 10) Seiten den Schwerpunkt,

Das gem. Punkt 11 der BA beiliegende Werkzeug war nicht auffindbar.

Schraubenkupplungen: Gewindeende nicht gesichert (Verlustgefahr), Gewinde nicht durchgehend geschwärzt, einige Gelenke schwergängig, beweglicher Klöppel und zu dicke Kupplungsschlaufen, die nur die wenigsten Haken anderer Fahrzeuge passen. Stirnseitiges Abschleifen auf ca. 1,0 mm bringt schnelle Abhilfe.

Der Sound ist kernig, wirkt authentisch, ist aber viel zu laut. Leider hat die Lok kein Seglen (s.u.)..
Der F-Tasten-Salat (s.o.) ist schon lästig, insbesondere wenn man überwiegend mit Handreglern fährt, die nur einen komfortablen Zugriff bis F12 bzw. F 24 haben. Umprogrammieren ist natürlich möglich, aber bei den vielen Verküpfungen (s.o.) auch kein Vergnügen.
Da es keinen Kurzpfiff mehr gibt, soll man die reguläre Pfeife (F 2) nur ganz kurz drücken, was meist nur irgendeinen "gequirlten Zufallssoundschnipsel" liefert; vermutlich auch abhängig von der jeweils verwendeten Zentrale und Handregler. Da war es schöner, sich bei der anstehenden Umprogrammierung gleich auch neue Pfeifen einzubauen.
Kompliment an MBW in diesem Zusammenhang, dass das esu Soundprojekt im Download erhältlich ist !!!

Beim Segeln hat Berthold Benning ganz souverän geholfen. Herzlichen Dank !!!
Jetzt lässt sich die Lok wunderbar alleine über den Regler in den akustischen Leerlauf bringen. Es muss allerdings recht schnell schlagartig um mindestens 4 Fahrstufen runtergeregelt werden, dann ist "Ruhe"; ein, zwei Fahrstufen hoch und der Auspuffschlag ist wieder da. Ausserdem hat er den Shiftmodus 2 per F-Taste (bei ihm F14) aktiv gesetzt, womit bei gleichbleibender Geschwindigkeit der Auspuffschlag auch zurückgenommen werden kann. Wenn das jemand probieren möchte, kann er sich an ihn wenden; auch ich kann helfen, wobei ich aber die F-Tasten verschlankt und 4 Kurzpfiffe zur Auswahl eingespielt habe.

Berthold hat auch darauf aufmerksam gemacht, dass im Führerhaus die Nachbildung des Führerbremsventils fehlt (kein Wunder also, dass es mit dem Segeln zunächst nicht klappte ... JJJ)

Die unteren Lampengläser fallen sehr leicht raus.

Die Lok-Tenderkupplung ist sehr umständlich; insbesondere bei beengten Platzverhältnissen..
k P1080320
Trotz meiner Markierung mit Tipp-ex war der Entkupplungshaken mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen. Auch die Kamera tut sich schwer ... ;-)
k DSC00423
Ein- und Auskuppeln gelingt mir nur mit einem Holzstückchen und dem Wissen, wo sich der "Knackpunkt" genau befindet. Ein gerades Gleis ist ebenso wichtig, wie sich in Augenhöhe zur Kupplung begeben zu können.

Das Handling mit zwei getrennten Decodern für Lok und Tender ist beim Programmieren sehr hinderlich, weil man die Fahrzeuge trennen muss oder über geeignete Trennstellen am Programmiergleis verfügen muss. Im späteren Betrieb vergisst man das auch schnell wieder, da ja vollkommen unüblich. Ein Kollege berichtete auch davon, dass er versehentlich beide Decoder gemeinsam programmiert hatte, der Tenderdecoder danach in einen "willenlosen" Zustand geriet und verschied.

Lok- und Tenderräder sind elektrisch nicht miteinander verbunden; eigentlich ein Frevel, einem Modell nicht die größtmögliche Basis für die Stromabnahme zu gewähren.

Da der Loklautsprecher vorne alleine vollkomen ausreichend ist, hat der Autor den Tenderlautsprecher abgeklemmt und die 2-polige Stromkupplung für die Radstromkontakte genutzt.
k P1080351
Bei dieser Gelegenheit kam der Decoder auch gleich in den Aufbau, weil dann zum Chassis eine 2-polige Verbindung genügt.
k P1080352
Der Programmierschalter ermöglicht, die Lok zu programmieren, ohne den Tender abkuppeln zu müssen. Und der Tender kann über Prüfkabel programmiert werden. Weiterhin ist es natürlich möglich, den abgekuppelten Tender auf dem Programmiergleis zu bearbeiten.

Ein Radsatz federte auf der einen Seite nicht.
k P1080335
Das Bremsgestänge ist eingeklebt, kann sich aber nach Aufbiegen von zwei Ösen für diesen Radsatz ausbauen lassen. Grüner Pfeil, sehr gute Lösung, Kabel angeschraubt, statt verlötet,

k P1080336
Die Wanne für die Feder ist nach innen offen, weshalb ein Rausrutschen der Feder möglich ist.
k P1080337
Da von MBW noch immer kein Ersatz kam, wurden zwei neue Federn aus der Bastelkiste eingesetzt. Bei den grünen Pfeilen wurden die Kabel zur Stromverbindung mit dem Tender angelötet.
k P1080348
Die Lautsprecherkabel wurden abgeschnitten, mit Schrumpfschlauch geschützt und in der "Höhle" versenkt. Die neuen Schleiferkabel wurden nach dem Verlöten mit den Kabelresten auch mit Schrumpfschlauch geschützt.

Beim anschliessenden Durchmessen wurde festgestellt, dass ein Radreifen keinen Kontakt zum Radstern und der Halbachse hat.
k P1080339
Sowas gibt es schon mal, dass die Farbe besser ist wie die Nachkontrolle.
k P1080342
Bei der BR 42 (Pos.3) gab es das auch schon mal und wurde genauso repariert.



Es gibt gelegntlich einen seltsamen Effekt beim Loksound-Decoder::
aus unbekannten Gründen kommt die Lok dann sanft zum Stehen. Sie scheint es sich dann zu überlegen und fährt wieder langsam an. An einer schlechten Stromabnahme über die Räder kann es jetzt nach den Umbauten ja aber eigentlich nicht mehr liegen.

Bei der Beobachtung dieses Verhaltens wurde zufällig noch eine ganz andere, sehr seltsame Fehlfunktion bemerkt, die wohl alle XL 5.0 Decoder betrifft.
Es ist schon immer mal vorgekommen, dass bei intesivem Fahrbetrieb, auch bei Modultreffen mit stark "belasteten" Gleisen, Loks mal nicht mehr auf Steuerbefehle reagiert haben. Aber das waren Einzelfälle und man hat das eben auf irgendwelche besondere Konstellationen mit Störsignalen am Gleis (Funken, Schmutz, "Kurzzeit-" Kurzschlüsse, Spannungsspitzen beim Überfahren von Trennstellen, Spannungseinbrüche usw.) zurückgeführt. Da half immer das "Abkippen", also den Decoder kurz stromlos stellen, bis alle Elkos leer sind.
Auf der Mannheimer Clubanlage waren solche Effekt zuletzt aber öfters bei 5-er Decodern festzustellen. Die laienhafte Vermutung dabei, dass die Decoder mittlerweile derart überfrachtet und hochgezüchtet sind, dass man bei der Vielzahl an Konstellationen (div. Protokolle, RailCom, Bremssysteme, Analogkompatibilität, höchst anspruchsvolle Programmanbläufe) garnicht mehr alle möglichen Fehlfunktionen im Überblick behalten kann.
Die jetzige Situation, in welcher die 56.20 bei Überfahren einer Trennstelle ihr "Gedächtnis" verlor, wurde dabei zunächst auf die labile Stromabnahme über Kugeööager zurückgefüht.
"Erfreulicherweise" war dieser Fehler aber eindeutig reproduzierbar und betrifft vermutlich alle esu XL 5-er (die kleinen auch ?). 
Hier ein Clip dazu.
Klar, diese ganz spezielle Situation kommt im normalen Anlagenbetrieb nur sehr selten vor. Wichtig ist aber das Indiz, dass hier am Decoder ein grundsätzliches Fehlverhalten vorliegt, was vielleicht auch in anderen Situationen Auswirkungen zeigen kann.

Einige Kollegen monieren das etwas "kleinwüchsige" Personal. Da überwiegt aber doch der Vorteil, dass es zunächst erst mal überhaupt vorhanden und dann auch schon montiert ist.

Bewegliches Kolbenstangenschutzrohr:
k DSC00405
k DSC00409
Auch wenn es auf dem Foto und im Clip nicht ganz so deutlich zu sehen ist, funktioniert die Auslenkung bis jetzt einwandfrei.




Die Auslegung der Umsteuerung ...
k DSC00417
... ist bei vorwärts in Ordnung.
k DSC00418
Bei rückwärts geht es jedoch nur bis auf Mitte hoch. Eine Änderung bei den CV brachte keine Besserung. Ursache ist ein mechanischer Anschlag im Stellgestänge:am Steuerungsträger.
k P1080332.2
k P1080345
Um die Steuerung neu einzustellen, einfach die mit Pfeil markierte Stellschraube lösen und das Servo neu programmiere: A=10 und B=45. Wenn das Servo in den Endlagen irgendwo anschlagen sollte, die Werte korrigieren. Danach dann die Aufwurfhebel neu ausrichten und die Stellschraube wieder festziehen.

Als bekennender Nichtraucher habe ich den Rauchgenerator allerdings nicht getestet.

Zum Abschluss noch drei Fotos und einige bewegte Bilder.
k DSC00420
k DSC00414
k DSC00412



5. Der Einheitspersonen-Wagen von km1 ...

... wurde aktuell (Ende der Gwährleistungsfrist) zum Bevölkern geöffnet und dabei folgende Besonderheiten notiert.

Problem sind die zu langen Achsstummel, die hinter dem Kugellager und der Iso-Buchse das Metallgehäuse berühren (können), vorwiegend im Bogen. Das führt zu gefährlichem Masseschluss und damit auch zu Kurzschlüssen:
Abhilfe: mit 1,5-er Iso-Scheiben (s. Bild unten) beidseitig das Seitenspiel des Radsatzes praktisch auf null bringen.
k P1080436
Die Scheiben haben 1,5 x 4,5 x 0,8 und können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Benötigt werden 8 Stück pro Wagen.
Der Ersatz der Kugellager durch Ms-Gleitlager wird hier (Pos. 25) beschrieben.


Aber Achtung, die Abschlusswinkel der Achslagerführungen sind durch Umbiegen von kleinen Zapfen befestigt.
k P1080447
Nach dem Zusammenbau wurden die Zapfen innen bündig abgeschnitten und mit Sekundenkleber gesichert (Kleber lässt sich 10x leichter wieder lösen, wie diese Zapfen aufbiegen)

Im Sommer 2020 kam dieser Wagen aus der Reklamation wegen beschädigter Laufflächen von km1 zurück. Nach einem Jahr und nur wenig Fahrbetrieb auf der kleinen Heimanlage des Verfassers, sehen die Räder jetzt so aus.
k P1080440
k P1080439
k P1080448


Der Wagen ist im Prinzip mit 8 Bodenschrauben leicht zu öffnen. Zuvor muss der Batteriekasten abgeschraubt werden. Die 4 Eckschrauben liegen schwer zugänglich unter den Eckverstärkungen. Raus- und Reinschrauben geht noch mit einem gut magnetischen Schraubendreher. Vor Abheben des Chassis muss noch die Handbremsspindel ausgehängt werden (grüner Pfeil im übernächsten Bild)

Die 8 Schrauben des Zwischenbodens lassen sich noch gut lösen, aber dann wird`s brenzlig. Zunächst muss man die beiden Endbänke mit den beiden winzigen Schräubchen lösen (fallen dann ins Innere), denn ansonst kommt man mit der Inneneinrichtung nicht an den äusseren Befestigungslaschen vorbei !!!
k P1080450
An den 4 inneren Laschen kommt man nur vorbei, wenn man die Gehäuswand mächtig weit nach aussen zieht.

k P1080443
An den rot markierten Laschen gibt es kein Vorbeikommen; deshalb musste zuvor die Bank abgeschraubt werden (s.o.)


k P1080449
So weit muss man das Gehäuse quälen ...
Sehr ungeschickte Lösung!


k P1080442
Am Zwischenboden hatten sich zwei Gewindebuchsen gelöst und wurden neu verlötet.


k P1080441
Die Bänke sind aus Kunststoff. In rot ist markiert, wo sich eine Bank trotz aller Vorsicht beim Passieren der Lasche verkantet hat.
Die Elektronik:
Zwischenplatine mit Elkos, Spannungsregler und ganz unten der Decoder FDR 2 basic (Tams). Die Pufferzeit liegt bei knapp einer Sekunde.

Neuer stepdown-Regler:
versuchsweise wurden die 5 Volt einmal beibehalten, um nicht die Zwischendecke lösen und die Vorwiderstände auslöten zu müssen.
k P1080444
Interessant aber, dass mit den 5,1 Volt jetzt gegenüber den sonst beim Ausbau der Vorwiderstände üblichen 2,55 bis 2,70 Volt die Pufferzeit massiv einbricht. Jetzt werden mit 1.000 uF/35V nicht mal ganz 3 sec. erreicht (sonst sind es bei 4 LED meist über 12 sec.).

k P1080445
Beim Zusammnebau gelang es trotz fremder Hilfe nicht, die "abgestürzten" Bänke wieder zu montieren. Deshalb wurden diese wie gezeigt ausgeschnitten. Neben die Schnittkante kamen dann noch Figuren, so dass man von aussen nichts bemerken kann.


6. Zahnrad-Lok 97 103 (Finemodels) zu Gast

Sowohl das Vorbild als auch das Modell gefallen durch das typisch bayerische Erscheinungsbild und durch angenehme Proportionen.

k k DSC00445
Das filigrane Äussere des Vorbildes kommt gut rüber.
k k DSC00441
k k DSC00442
k k DSC00447
Wenngleich beim Vorbild die beiden Zahnradloks nie zusammengetroffen sein dürften, war es im Modell doch mal einen kleinen Vergleich wert.

Da die Zahnrad-Teststrecke noch vorhanden ist, stand dort auch einer kleinen Testfahrt der 97.1 nichts im Wege.
Drei kurze Clips:
- bergauf fährt die Lok sehr weich und es gibt kein Ruckeln oder Gegeneinanderarbeiten der beiden Triebwerke. Clip
- bergab klettert das Zahnrad auf. Ursache dürfte sein, dass die Lok vorne sehr leicht ist. Ausserdem kann es sein, dass das Zahnrad etwas höher im Rahmen liegt wie bei der 97.5   Clip
- ein Fauxpas in der Heusinger Steuerung:
zwischen Schwinge und Schieberschubstange fehlt die Verbindung (Kulissenstein), so dass sich kein vorbildgerechtes Gestängespiel ergeben kann. Clip

Wenn sich noch einmal Gelegenheit ergibt, können sicher noch weitere Eindrücke über das Modell gesammelt und dargestellt werden.


7. Kühlwagen von km1

k P1080489
Erfreulicherweise kein Schaumstoff mehr als Verpackung, sondern Styropor-Formteile. Allerdings sollte man sich von Hand noch Ausschnitte einbringen, damit die Brems-Umstellhebel (s.u.) nicht abbrechen, wenn man den Wagen anders herum einlegt.
Vielerorts wurde das Modell als preisgünstig bewertet. Allerdings besteht der Wagen auch nur aus 4 flachen Wänden, Dach und Fahrwerk. Im Vergleich zu Personenwagen also keine Fenster, Türen, Inneneinrichtung und Einstiegsbereiche, was zu geringeren Herstellungskosten führen müsste.


k P1080474
Die Schraubenkupplung ist schwergängig, hat einen beweglichen, stark bruchgefährdeten Klöppel und eine so hohe Materialstärke am Bügel, dass sich diese in die allerwenigsten Kupplungshaken einhängen lässt. Das Abschwächen im Kopfbereich geschieht mit einer kleinen Schleifscheibe. Die Bremsschläuche sind wieder komplett aus Metall und können somit auch nicht mehr "willenlos" in die Gegend ragen.
Der montierte Heizhahntyp (Pfeil) wurde nur ganz selten beim Vorbild verwendet und daher abgetrennt, um eine RIC Heizkupplung für den Reisezugverkehr anbauen zu können.

k P1080484
Die neue RIC-Heizkupplung (Ms-Guss, Rest aus der Bastelkiste). Man kann aber auch die Heizleitung stirnseitig anbohren und eine Heizkupplung von Hübner/Märklin einkleben.
Streng genommen, sollte der linke Lufthahn den Hebel auch aussen haben (scheint bei allen Varianten so zu sein).
Die Puffer haben sehr weiche Federn und einen sehr weiten Federweg. Legt man die U-Scheiben vom MBi (s.o.) ein, mindert sich das deutlich.

k P1080485
Ausserdem zeigt die Metallkonstruktion im Bereich der aufgesetzten Profile unschöne Spalte und Lötstellen.
Der Autor hätte diesen Wagenkasten lieber in Kunststoff-Spritzguss gehabt ...

k P1080477
Generelles Verlöten der Profile von der Innenseite her hätte vielleicht aussen bessere Passungen erlaubt. Beim sicher folgenden Altern dürften diese Ritzen aber kaum noch auffallen.

k P1080476
Die (unschön sichtbaren) Federn sind so stark, dass im Fahrbetrieb kein Einfedern feststellbar war. Finescale-Fahrer aufgepasst, Entgleisungsgefahr?
Zum Austausch der Federn muss man den Wagen öffnen (Achtung: bei km1 Garantieverlust !!!)

k P1080479
Neben den 4 Bodenschrauben müssen noch die eingeklebten E-Heiz-Kupplungen (komplett aus Metall !) entweder am Aufbau oder an der Pufferbohle gelöst werden; am besten jedoch an beiden Stellen.
Mit den 4 markierten Schrauben wird der Achslagerträger gelöst. Ausserdem muss man noch ...
k P1080480
... die beiden Schräubchen der Schakenhalterung lösen, was sehr schwierig ist, da der Schraubenschlitz zu flach ausgebildet ist (Abhilfe s.u.).


k P1080481
Vom ausgebauten Achshalter muss man noch die Federpakete abschrauben. Die Radsätze haben zum Glück keine Beschichtung bekommen (die eh meist abblätterte, vgl. oben beim Einheitspersonenwagen).

k P1080482
Da der Wagen Halbachsen und isolierte Achslager hat, wurde mit Ms Buchsen (1,5 x 4 x 2) eine Stromabnahme geschaffen, um die Meldewiderstände für das Blocksystem bequem anschliessen zu können.
Der Verzicht auf die Kugellager ermöglicht jetzt auch vernünftiges Rangieren (auf der Heimanlage des Autors rollte der abgestellte Wagen praktisch überall von alleine weg).


Die zu starken Federn (ca. 2,3 x 5,0 x 0,4) wurden durch weichere ersetzt, wobei die im Foto oben jedoch zu weich gewesen waren. Die Suche nach Passendem führte zu ebay bzw. nach China:

Federn ebay
Das kam dann etwa 5 Wochen später an:
k P1080542
Die tatsächlichen Aussen-Durchmesser betragen: 2,35  2,4 und 2,55 mm

k P1080543
Mit den 0,25-er Federn ergibt sich eine sehr gute "passive" Federung, was bedeutet, dass die Achslager fest am Anschlag (Nachbildung des Federpaketes) aufliegen, aber bei Gleisunebenheiten sicher nach unten ausfedern und somit sicher dem Verlauf der SOK folgen.

Ich habe mich anschließend aber für die 0,3-er Federn entschieden, weil der Wagen dann gut in den Federn hängt. Man muss allerdings die Nester für die Federn im Achslagerstein und dem Federpaket mit einem 2,6-er Bohrer etwas aufweiten.

k P1080546
Mit der 0,3-er Feder ergibt sich ein kaum noch sichtbarer Spalt zwischen Achslagerstein und Federpaket. Der minimale Federweg bringt dennoch einen sehr weichen Lauf und ausserdem kann der Radsatz bei Entlastung auch noch etwas weiter nach unten ausfedern.
Wenn die Radsätze den vollen Federweg nutzen können, gibt es Berühungen (-> Kurzschlüsse !!!) mit den sehr eng anliegenden Bremsbacken. Hier wurden die Bremsbacken durch vorsichtiges Biegen an den Bremsdreiecken nachjustiert.



k P1080483
Die "tödlichen" M 1,4 Schräubchen (s.o.) wurden durch Kreuzschlitztypen ("China"-Sortiment aus ebay; besser jedoch von Knupfer) ersetzt und dann schwarz überlackiert.

k P1080497
Da es trotzdem im Bogenlauf gelegentlich Kurzschluss durch Berührung mit den Bremsbacken gab, wurde das Achsspiel beidseitig um 1mm begrenzt. Die Flecken auf der Lauffläche stammen vom Funkenziehen an den Bremsbacken, bevor diese nachjustiert worden sind (s.o.).




k P1080486
Die Brems-Umstellhebel ragen über die Aussenhaut hinaus und sind deshalb bruchgefährdet.


k DSC00478
Im Zugverband bringt der Kühlwagen erfreuliche Abwechslung. Über die E 71 von spur-1.at wird in Kürze hier auch berichtet werden. Vorab schon mal eine Aufnahmen von einer Testfahrt am Lötschberg

k DSC00548
Weitere Bilder haben Gunter und Benni zur Verfügung gestellt; hier als .zip zum Download.




8. Die E 71 von Spur-1.at (bzw. kurz "1.at")

Von dem gleichen Gasteinsatz am Lötschberg hat Kurt dieses Video in seinem YT Kanal eingestellt.

(Bericht in Vorbereitung)

 

 




9. Sonstiges ...

Kurz nach dem MBi kam noch eine Leig-Einheit.
Sehr schönes Modell, preislich noch angemessen (vor allem im Vergleich zum MBi), sauberes Finish, beinahe "noch zu neu", Alterung folgt in Kürze.

Ein echter Gag sind die per Minimagnet kuppelbaren Heizkupplungen :-)
k P1080319
Ob es diese nach dem Motto "Modelle vom Modellbahner" auch mal einzeln zum Nachrüsten geben wird?
(Bei Pantographen soll es ja mal planmäßig Ersatzteile gegeben haben)

k P1080318
Wenn schon die Heizkupplung, dann aber auch die Luft ...
Die Luftkupplungen rasten zwar nicht ein, konnten sich aber gegen den Sekundenkleber auch nicht wehren. Beim Trennen der Einheit verbleibt die abgezogenen "Doppel-"Kupplung einfach an einem Schlauchende.
Beim Wiedereinpacken darauf achten, dass jeder Wagen genau wieder an seinen Platz kommt! Für die Aufhängung des Faltenbalges gibt es extra ein Schutzklötzchen aus Schaumstoff.


Auf der Mannheimer Club-Anlage trafen sich zwei BR 10
k DSC00316
Vorne km1, dahinter Kiss

k DSC00301
Hier die neue km1 Maschine. Sehr schönes Model, sehr günstiger Preis, gute Fahreigenschaften, sauberes Finish. Bei der Schürzen wurde noch kein Tausch probiert, was bei 2321 noch möglich wäre.

k DSC00295
Die Kissmaschine kann noch voll mithalten, vom damaligen Preis zwar nicht, aber Detaillierung und Fahreigenschaften stehen der Schwester in nichts nach. Auch der Sound mit einem alten esu LS XL 3.2 ist garnicht so schlecht und kann ausserdem tadellos "Einhand-Segeln" (Bedienung nur über den Regler). Die "Weisswand-Reifen" sind aber mal überlackiert worden (ist halt Geschmackssache)

k DSC00314
Mit der Kiss.Schürze (rechts) gibt es auf 2321 keinerlei Probleme. Hoffnung für die km1 Maschine ?



 

 

08.2021.ab