Spur 1 Mannheim

Vorwort

An dieser Stelle noch einmal:
sich mit der Technik, der Konstruktion und der Funktionsfähigkeit von Modellen zu befassen, ist für den Autor ein Schwerpunkt innerhalb des breit gefächerten Modellbahn-Hobbies.
Wenn auch Kritisches genannt wird, geht es mir keinesfalls darum, Freunden solcher Modelle ihre Freude daran zu verleiden, zumal, wenn solche Gesichtspunkte für sie oft auch vollkommen bedeutungslos sind.
Neben der Doku zu persönlichen Zwecken, zeige ich aber auch ganz bewusst auf, was Hersteller ohne jeden Zusatzaufwand besser machen könnten, wenn man zuvor auf solche Punkte geachtet hätte.
Ausserdem versuche ich - und interessierte Mitleser ebenso - zusammenzutragen, welche Lösungen und Alternativen in vielen Punkten auch noch nachträglich möglich sind.

Und es gibt übrigens keinen Zwang zum Weiterlesen ;-)

Übersicht
1. Umbau der km1 18 201 auf esu Loksound XL 5

 

 

 

1. Umbau der km1 18 201 auf esu Loksound XL 5

Neben den Regelproblemen beim Motor zeigt dieser km1 Decoder der 18 201 (DCM 5) den Nachteil permanenter Resets (alle CV Anpassungen gehen verloren) und des oft unsauberen Reagierens auf die Datenformate DCC und Motorola bei bestimmten Zentralen. Zum Nachlesen hier (Pos. 11). Mehrere Kollegen berichteten weiterhin, dass es auch 6 Monate nach Bekanntwerden noch immer keine Lösung von km1 gibt. Hinzu kommt noch, dass km1 auch auf mehrere Nachfragen hin, die Anschlussbelegungen der Lok-Tenderkupplung und von den Lok-Bus-Anschlüssen nicht offenlegt. Weitere Erschwernis ist der seit Jahren angekündigte, aber immer noch nicht lieferbare Programmer. Also fiel meine Entscheidung "alles muss raus" ... :-)))

Ausgangspunkt sind die Anschlüsse der Lokbus-Platine im Stehkessel
k P1090196a
1. Bus zum Decoder im Tender
2. Servo Telexkupplung
3. Servo Umsteuerung
4. TrkR rt
5. Bus in den Langkessel (RG usw.)
6. LS (ein Kabel führt bis zum Schalter in der Rauchkammer)
7. TrkL sw (Kabel verdeckt)
8. Schlusslichter 2x minus !!! (LED hängen mit + an zwei R von LV unten)
9. Führerhaus (R in Zuleitung)
10. Brenner/Feuerbüchse (R in Zuleitung)
11. frei
12. Trw.Bel. R (R on board)
13. Trw.Bel. L (R on board)
14. Trw.Bel. Mitte unten (R on board)
15. Hall +5V / Imp (-)
16. Hall -
17. Motor
Alle LED werden mit +5 Volt versorgt.

 

 Das Buskabel (5) vom Stehkessel zum RG
k P1090197
sw TrkL
rt TrkR
bl + 5V
ge unbekannt
gn unbekannt
frei GND (das weisse Kabel von 5 ist ab Werk nicht angeschlossen)
gr LV, onboard 3x 1k5 für LED (Kabel rechts unten abgehend)

An der Buchse (5) links oben gehen die Lautsprecherkabel ab (6 im Bild oben.)
Bei der einzelnen Buchse (im Bild oben oben dran links neben der 8 zu sehen) wurde ab Werk das schwarze Kabel wurde mit grün weiterführt.

 

Der 3-fach Rauchgenerator von km1
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Zum RG DSM 4 gibt es keine Infos zu den Anschlüssen und zur Ansteuerung. Die drausgesetzte Steuerplatine "DSM-4 Rauchsteuerung" ist zwar auf der Homepage von km1 gelistet und dort mit "Ansteuerung über KM1 LoK-Bus, S.U.S.I. (über HD-KM16) oder bisherigem Aux1 Protokoll möglich" beschrieben, aber eine Bedienungsanleitung gibt nicht dazu. Hinzu kommt, dass der 3-fach RG beim Einschalten bis zu 1,7 A zusätzlich zieht.
Aus Gründen der Nachhaltigkeit wird daher auf den km1 RG verzichtet und durch esu 54677 ersetzt. Dann wird zwar die Pfeiffe nicht mehr versorgt, was aber verschmerzt wird, da der Dampfaustritt eh nur minimal war und bei geringem Füllstand die Pfeife permanent im Auspufftakt "gesabbelt" hat.


k P1090201
Das Kesselgewicht bringt stolze 1160 gr auf die Waage.


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Durch die Neuanodnung der Widerstände müssen nur noch 3 Adern nach hinten geführt werden.


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Die LED im Tender wurden auch mit 5 Volt versorgt und hatten den R auf der Decoder Basisplatine.


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Die neuen Vorwiderstände (1k6) kamen auf eine kleine Zusatzplatine im Tenderaufbau, damit nur noch 3 Adern nach unten zum Decoder geführt werden müssen.


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Eine kleine Verteilerplatine für: Mot +/- , TrkR, TrkL, ImpG, Servo, Trw.Bel unten. Hier wurde noch ein Brückengleichrichter ergänzt (s.u.), um wegen der dünnen Kabel ab Werk die Stromversorgung des Rauchgenerators zu stabiliseren.



k P1090210
Eine weitere Verteilerplatine mit allen anderen Anschlüssen (LEDs, RG usw.) kam oben in den Stehkessel. Die Verbindung zum Lokchassis besteht aus 3 Adern (GND, +5V und Trw.Bel.). Wegen der dünnen Kabel an der Kupplungskulisse, wurden nachträglich noch +UB und GND mit zusätzlichen Kabeln hochgeführt (s.u.). Die Kabel der Lok-Tenderkupplung (20 Adern) wurden komplett neu verdrahtet,


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Für den Esu LS XL 5 wurde ebenfalls eine Aufnahmeplatine "gestrickt".


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Mit eingestecktem esu Decoder.

Hier die neu verdrahtete Lok zum Test auf dem Rollenprüfstand
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Beachtlich:
1. die von der Kupplung ausgehenden Kabel (siehe Pfeil) sind sehr dünn (wesentlich geringerer Durchmesser wie im Tender)
2. Bei Zuschaltung des Rauchgenerators fing der Sound an zu stottern. Deshalb wurde ein zusätzlicher Brückengleichrichter (s. Kreis) mit 2 A an TrkR und TrkL angelötet und die Kabel zum RG (rt und sw) geführt
3. Auch jetzt zeigte die Lok bei Vmax gelegentlich noch Aussetzer. Ursache ist der schlechte Durchgang bei der Stromaufnahme durch die Kugellager. Und das, obwohl die Lok mit 2x 4 Rädern "auf dem Strom" steht. Zur Abhilfe wurde der zu den Rädern führende Stecker abgezogen und die Testkabel dort eingesteckt.



Der Lokumbau ist noch nicht abgeschlossen !

 

 

 

Doku in Arbeit !

 

03.2023.ab